Duftöl für Kerzen richtig dosieren

Duftöle für Kerzen richtig wiegen und testen
Duftöl wird nach Gewicht dosiert und immer in der vollständigen Rezeptur geprüft.

DUFTÖLE · REZEPTURENTWICKLUNG

Mehr Duftöl bedeutet nicht automatisch einen intensiveren oder besseren Duft. Eine stabile Rezeptur orientiert sich an den Angaben des Duftöl- und Wachsherstellers, an regulatorischen Dokumenten und an reproduzierbaren Tests.

Nach Gewicht statt nach Volumen

Duftöl sollte mit einer ausreichend genauen Waage dosiert werden. Für die interne Rezeptur ist wichtig, eindeutig festzulegen, ob der Prozentsatz auf die Wachsmenge oder auf die Gesamtmischung bezogen wird.

Beispiel: Bei einer internen Berechnung von 8 % bezogen auf 1.000 g Wachs werden 80 g Duftöl eingesetzt. Dokumentieren Sie diese Berechnungsweise, damit jede Charge gleich aufgebaut ist.

Drei Grenzen müssen zusammenpassen

Duftöl

Prüfen Sie die für Ihre Anwendung verfügbaren technischen und regulatorischen Angaben.

Wachs

Beachten Sie die vom Hersteller empfohlene Duftzugabe und Verarbeitung.

Fertiges Produkt

CLP, Kennzeichnung und weitere Pflichten richten sich nach Rezeptur, Einstufung und Zielmarkt.

Maßgeblich ist immer die niedrigste zulässige oder technisch sinnvolle Grenze. Produktlinien wie UFIGREEN und UFIREADY unterstützen unterschiedliche Anforderungen, ersetzen aber nicht die Prüfung der konkreten Dokumente.

Temperatur und Rühren

Die geeignete Zugabetemperatur hängt von Wachs und Duftöl ab. Zu frühe, zu späte oder ungleichmäßige Zugabe kann Oberfläche, Bindung und Duftabgabe beeinflussen. Wiegen Sie exakt, arbeiten Sie chargenweise und halten Sie Rührzeit sowie Gießtemperatur fest.

Kalt- und Warmduft getrennt beurteilen

Der Duft der ungebrannten Kerze und der Duft während des Brennens sind zwei verschiedene Prüfpunkte. Lassen Sie die Kerze vollständig aushärten und bewerten Sie die Warmduftleistung erst während dokumentierter Brenntests.

Typische Ursachen für schwache Duftabgabe

  • Ungeeignete Kombination aus Wachs und Duftöl
  • Zu kurze Aushärtezeit
  • Falsche Zugabe- oder Gießtemperatur
  • Docht liefert zu wenig oder zu viel Wärme
  • Überdosierung beeinträchtigt Verbrennung oder Stabilität
  • Der Raum ist für die Kerzengröße zu groß oder stark belüftet

Vor dem Verkauf

Führen Sie Brenn- und Stabilitätstests mit der finalen Verpackung und Kennzeichnung durch. Bewahren Sie Chargenaufzeichnungen und die zugehörigen Dokumente auf. Bei Änderungen an Duft, Wachs, Farbe, Docht oder Gefäß ist eine erneute Prüfung erforderlich.

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